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Westfälische Nachrichten, 15. Mai 2010

Musik-Agentur präsentierte faszinierende Werkeinführung

Nottuln - „So etwas hatten wir in der Musikagentur noch nie“, freute sich Sigrid Bürger, Vorsitzende der Musikagentur, am Dienstagabend in der Alten Amtmanei. Der Komponist Johannes Sandberger und der Pianist Jan Gerdes luden erstmals in Nottuln zu einer Werkeinführung ein. „Es ist sozusagen eine Einführung in das Konzert von Mittwoch", erklärte Sandberger. Und es lohnte sich wirklich. Die sehr interessierten Zuhörer konnten an diesem Abend viel über Musik im Allgemeinen sowie speziell über Sandbergers Gedanken beim Komponieren lernen. Außerdem präsentierte er seine Analyse von Beethovens Stücken und die der anderen Komponisten, deren Werke Jan Gerdes am Mittwoch am Klavier vortrug.

Sandberger begann den Abend mit einer kleinen Zeitreise. „Wie war Musik im Jahre Null?“ Da man hierüber nur spekulieren kann, reiste er von erst nur einstimmigen Stücken hin zur Polyphonie, vom Barock über die Klassik bis hin zur Romantik. Gerade die Jahrhundertwende beschrieb er als einen wichtigen Punkt in der Entwicklung der Musik. „Zu dieser Zeit ist die Romantik explodiert und die Moderne begann. Seitdem haben sich tausend verschiedene Stilrichtungen entwickelt“, erläuterte der Komponist.
Fast 90 Prozent aller Menschen hören heutzutage nur noch Popmusik, dabei sollte man jedoch die traditionelle Musik nicht vergessen, da die moderne Musik ihren Ursprung auch in der Tradition hat.
Bei ihrem Konzert „Kontraste“ lassen Sandberger und Gerdes nun also neuere Werke gegen ältere Werke prallen.

Neben den sehr verständlichen Erklärungen wurden einzelne Stücke von Jan Gerdes immer mal wieder auf dem Klavier angespielt und Sandberger verteilte Noten, um dem Publikum die Musik noch mehr zu verdeutlichen. Pianist Jan Gerdes brachte einen schönen Vergleich zu ihrem Konzert und der Verzahnung von Alt und Neu:“ Es ist wie beim Louvre in Paris. Da wird das historische Museum auch wunderbar mit der modernen Glaspyramide kombiniert. Alt und Neu wirken also sehr schön miteinander.“
Das Publikum war begeistert von der Menge an Wissen, die es an diesem Abend mit nach Hause nehmen konnte und stellte den beiden Musikern viele Fragen. „Eigentlich bräuchte man vor jedem Konzert solch eine Werkeinführung, um die Besonderheiten in der Musik überhaupt zu erkennen und die Musik besser zu verstehen“, hörte man beeindruckte Stimmen aus dem Publikum.

VON KATHI HOINKES